Reigen bekannter Melodien
Herbstkonzert des Blasorchesters und des Jugendorchesters
22. Oktober 2011 | "Der Bote"
FEUCHT - Folklore, Swing und Pop: einen köstlichen Reigen überwiegend bekannter Melodien boten sowohl das Jugendorchester als auch das Blasorchester Markt Feucht bei ihrem traditionellen Herbstkonzert in der vollbesetzten Reichswaldhalle. In gemütlicher Kaffeehaus-Atmosphäre kommt ein solcher Kunstgenuss ausnehmend gut an.
Um auch das Informationsbedürfnis erschöpfend zu stillen, begleiteten gleich zwei Moderatoren, Kerstin Baumgart und Helmut Schleif, das Publikum durch das zweistündige Programm. Am Ende war dieses davon so angetan, dass es die Musikanten erst nach mehreren Zugaben von der Bühne ließ. Zu den versammelten Freunden gepflegter Blasmusik zählten auch 1. Bürgermeister Konrad Rupprecht sowie seine beiden Vorgänger im Amt, Paul Morath und Hannes Schönfelder.
In die moderne Welt der Blasmusik führte gleich zu Beginn das Jugendblasorchester mit drei hochgradig erfolgreichen Werken, dem „La Cumbarsita" aus dem Filmklassiker „Tango", dem ergreifenden Evergreen „Hey Jude" von den Beatles und dem Soundtrack aus dem Spielfilm „Fluch der Karibik". Der junge Klangkörper, geschult von Paul Meiler, bewies dabei hervorragende Harmonie und musikalische Geschlossenheit.
Dann stürmte das „große Blasorchester" die Bretter der Bühne. Und mittendrin kein Geringerer als Pavel Sandorf! Am Anfang des musikalischen Programms standen eher konventionelle Titel. Stücke wie „Mit vollen Segeln" und „Musik im Herzen" fanden lebhafte Resonanz bei den Konzertbesuchern. Erstaunlich das Können der beiden jungen Solisten Max Schmidt (Flügelhorn) und Max Schleif (Tenorhorn) beim analogen Stück „Zwei Freunde für's Leben".
Eine Polka aus Tschechien, bekannt als „Sehnsuchtspolka", führte die Konzertbesucher in die „böhmisch-mährische Klanglandschaft". Als gefühlvollen Walzer deutete Baumgart eine weitere Komposition von Wolfgang Grünbauer (Jahrgang 1965): „Von Herzen". Bei derartigen Konzerten muss naturgemäß auch der Name Ernst Mosch fallen. Einer seiner Posaunisten, Walter Tuschla, komponierte die vergnügte Weise „Die Musik spielt".
Auch die restliche Mischung konzertanter Blasmusik aus volkstümlichen Stücken, Walzer („Rauschende Birken" und „Burgenländer Perlen") und die drollige „Alois-Polka", begeisterte die Zuhörerschaft. Mit deutlich mehr Klangstärke erklang dann gegen Ende des Konzerts ein Medley mit „Hello Dolly" aus dem gleichnamigen Musical, „Mackie Messer" aus der „Dreigroschenoper", „Bei mir bist du schön" (jüdisches Musical von 1938) und „In der Straße wohnst du" aus „My fair Lady", dies zur Erinnerung an die „Golden Swing Time". Paul Meiler brachte dann seine Musiker mit dem „Tiger Rag" (Urstück von der Original Dixieland Jazzband) ins Schwitzen. Dieses Werk entstand bereits 1918 und gehört zwischenzeitlich zum Standard-Repertoire zahlreicher Bands und Orchester. Zum Abschluss des bunten Nachmittags rauschte noch einmal Beifall auf, ehe die Zuhörer mit „Musik ist Trumpf" entlassen wurden.





